Rückkehrtheorie
Rückkehrtheorie


Durch den ständigen Umgang mit Bumerangs kann man sich natürlich an seine Rückkehr gewöhnen. Trotzdem bleibt es ein kleines Wunder. Das ist ähnlich wie mit der Schwerkraft: um einen Körper zu bewegen, muß man ihn nach unserer körperlichen Erfahrung auch berühren. Woher 'weiss' dann ein Körper dass er Richtung Erdmittelpunkt fallen soll?

Für die Rückkehr des Bumerangs gibt es ein befriedigendes physikalisches Modell.

  • Zunächst muß der Bumerang sich stabil drehen, er darf nicht taumeln.
  • Dann muß er Flügel haben die weit genug von seinem Schwerpunkt entfernt sind und
  • diese Flügel müssen einen aerodynamischen Auftrieb während des Fluges erzeugen.
Dieser aerodynamische Auftrieb entsteht durch die tragflächenartige Profilierung der Flügel und/oder durch ihren Anstellwinkel.

Es entstehen also Auftriebskräfte am Bumerang. Das erklärt zumindest einmal, daß er längere Zeit in der Luft bleibt und nicht wie Stein herunterplumpst. Es erklärt allerdings noch nicht, wieso er einen Bogen beschreibt!

Dazu muß man noch ein bißchen ins Detail gehen: Der geworfene Bumerang hat zwei Bewegungskomponenten: er rotiert und er bewegt sich vorwärts. Setzt man sich mal auf einen Flügel (das berühmte Gedankenexperiment!) so kriegt man bei jeder Drehung mal mehr, mal weniger Wind ab. Mehr, wenn der Flügel oben ist, wenig, wenn er unten ist. Und viel Wind ergibt viel Auftrieb. Jetzt muß man noch wissen: Eine Kraft die oben (entspricht 12 Uhr) auf einen stabil rotierenden Körper wirkt, führt nach physikalischen Gesetzen zu einer Drehung der Rotationsachse 90 Grad später (entspricht 9 Uhr). Stellt man sich den Bumerang als eine fliegende Scheibe vor, so wird diese Scheibe ein wenig nach links aus ihrer Bahn gelenkt: Der Bumerang geht in die Kurve. Stück für Stück dreht der Bumerang an seiner Flugrichtung, solange bis er sie um 360 Grad gedreht hat. Wenn alles optimal abgestimmt ist, hat er dies gerade am Abwurfpunkt geschafft.

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